Ich sehe im Kaffeehaus immer nur mich essen, sie nie. Jetzt weiß ich, warum. Sie war krank. Das habe ich damals nicht gewußt. In zwei Dingen waren wir uns immer einig: in unserer Liebe zu Fetzen, Kleidern, Täschchen, zu allem, was halt so dazugehört zum Äußerlichen, das oft das einzige ist, was einen zusammenhält.
aus: Elfriede Jelinek: Nachruf auf Elfriede Gerstl (bei der Trauerfeier am 21.04.2009 vorzutragen). In: kolik 45 (2009), S. 4.
Datiert mit „13.04.2009“; der Text wurde bei
Gerstls
Begräbnis am
21.4.2009
von
Herbert J. Wimmer
vorgetragen. Über ihre Freundschaft zu
Elfriede Gerstl
(
Person
).